Trainingsdaten
Große Textmengen aus dem offenen Netz, Stand von vor einigen Monaten oder länger. Was hier steht wirkt lange nach, lässt sich aber nicht gezielt ändern.
Fragen Sie einmal ein Modell nach Ihrem Unternehmen. Was dabei herauskommt ist für viele eine Überraschung, und zwar selten eine angenehme. Wir arbeiten an der Grundlage, aus der diese Aussagen entstehen.
Der Test dauert zwei Minuten. Öffnen Sie ein beliebiges Sprachmodell und fragen Sie, was es über Ihr Unternehmen weiß. In den meisten Fällen passiert eines von drei Dingen. Das Modell beschreibt Sie ungefähr richtig, aber mit Angaben aus vorletzten Jahr. Oder es verwechselt Sie mit einem ähnlich klingenden Anbieter. Oder es sagt schlicht, dass es dazu nichts findet.
Alle drei Fälle haben dieselbe Ursache: Modelle kennen ein Unternehmen nur über das, was öffentlich über es geschrieben steht. Sie haben keinen Zugang zu Ihrem internen Wissen, sie prüfen nichts nach und sie fragen nicht zurück. Was sie finden wird zusammengefasst, und was widersprüchlich ist wird entweder geglättet oder weggelassen. Genau hier setzt die Arbeit an.
Drei Quellen wirken zusammen, und sie verhalten sich völlig unterschiedlich.
Große Textmengen aus dem offenen Netz, Stand von vor einigen Monaten oder länger. Was hier steht wirkt lange nach, lässt sich aber nicht gezielt ändern.
Viele Systeme suchen während der Anfrage im Netz und lesen einzelne Seiten. Hier zählt, ob Ihre Website gefunden und schnell verstanden wird.
Formulierung, Sprache und vorherige Nachrichten verändern das Ergebnis. Dieselbe Frage anders gestellt kann eine andere Antwort ergeben.
Aus dieser Mischung folgt eine unangenehme Wahrheit: Es gibt keinen Schalter. Wer behauptet, er könne Einträge in einem Modell hinterlegen, beschreibt etwas das so nicht existiert. Was existiert, ist die Möglichkeit die öffentliche Faktenlage über ein Unternehmen aufzuräumen. Unter umständen reicht das schon, um aus einer falschen Antwort eine richtige zu machen.
| Was das Modell sagt | Wahrscheinliche Ursache | Ansatzpunkt |
|---|---|---|
| Veraltete Angaben | Alte Verzeichnisse, überholte Pressetexte, nicht gepflegte Profile | Quellen finden und korrigieren, aktuelle Fassung gut auffindbar machen |
| Verwechslung mit anderen | Ähnlicher Name, fehlende Zuordnung von Marke, Ort und Leistung | Eindeutige Beschreibung, klare Entitäten, konsistente Nennung |
| Keine Information | Zu wenig öffentlich verfügbares Material, kaum externe Erwähnungen | Substanz aufbauen, fachliche Sichtbarkeit außerhalb der eigenen Seite |
| Richtig, aber blass | Website beschreibt Leistungen nur in Werbesprache | Konkrete, überprüfbare Formulierungen statt Floskeln |
Wir machen diesen Test mit zwanzig Fragen in mehreren Systemen und schicken Ihnen das Ergebnis als Übersicht.
Test anfragenDie Arbeit ist unspektakulär und hat viel mit Ordnung zu tun. Genau deshalb wirkt sie.
Wer sind Sie, was tun Sie, für wen, seit wann, wo. Diese Angaben sollten an einer zentralen Stelle stehen, in klaren Sätzen und ohne Interpretationsspielraum. So genannte Über-uns-Seiten sind dafür oft der schlechteste Platz, weil sie meist aus Stimmung statt aus Fakten bestehen.
Website, Profile, Verzeichnisse, Fachportale und Social-Konten müssen dieselbe Geschichte erzählen. Widersprüche führen dazu, dass ein Modell irgend etwas auswählt oder das Thema ganz meidet.
Firmenname, Marke, handelnde Personen und Standort müssen klar zugeordnet sein. Wie das entsteht steht ausführlich unter Autorität und Entitäten aufbauen.
Was Dritte schreiben wiegt schwerer als die eigene Selbstbeschreibung. Fachbeiträge, seriöse Verzeichnisse und echte Kooperationen sind der Weg, gekaufte Erwähnungen fallen früher oder später auf.
Wie viel Aufwand dahintersteckt hängt davon ab wie verstreut die Angaben bisher sind. Bei Unternehmen mit wenigen Profilen ist das an einem Tag erledigt, bei gewachsenen Strukturen mit alten Standorten, ehemaligen Marken und mehreren Ansprechpartnern wird daraus ein kleines Projekt. Die Mühe zahlt sich doppelt aus, weil dieselben Angaben auch in klassischen Suchergebnissen und in Karteneinträgen auftauchen.
Schritt eins und vier gehören zusammen. Ohne Ausgangsmessung lässt sich später nicht sagen ob sich etwas verbessert hat, und ohne Wiederholung bleibt es bei einer Momentaufnahme.
Am meisten bringt sie Unternehmen, über die es schon etwas zu finden gibt und bei denen eine Verwechslung teuer wäre. Kanzleien, Praxen, Beratungen und spezialisierte Dienstleister gehören dazu, ebenso Anbieter mit einem Namen, den es in ähnlicher Form mehrfach gibt. Wenn Interessenten sich vorab informieren und dabei zunehmend Assistenten nutzen entscheidet mit, welches Bild dort entsteht.
Weniger sinnvoll ist der Einstieg, wenn die eigene Website noch keine belastbaren Informationen enthält. Dann fehlt schlicht die Grundlage, aus der ein System etwas machen könnte. In diesem Fall beginnen wir mit Inhalten und Technik und schauen später wieder auf die Modelle. Dieselbe Reihenfolge gilt bei ganz neuen Unternehmen: Ohne Spuren im Netz gibt es nichts zu korrigieren, sondern etwas aufzubauen.
Für die meisten Kunden ist LLM-Optimierung deshalb kein eigenes Projekt sondern eine Perspektive auf die laufende Arbeit. Wenn Faktenlage, Struktur und externe Sichtbarkeit stimmen verbessert sich die Darstellung in Modellen meist von selbst mit. Das ist die entspannteste Variante, weil sie nichts doppelt bezahlt.
Es gibt kein Löschrecht gegenüber einem Modell im praktischen Sinn. Wenn eine falsche Behauptung einmal in Trainingsdaten gelandet ist kann sie noch auftauchen, obwohl die Ursprungsquelle längst korrigiert wurde. Auch Halluzinationen lassen sich nicht abstellen: Modelle erfinden gelegentlich Details, die nirgends stehen. Man kann es unwahrscheinlicher machen indem man klare Fakten leicht auffindbar hält, verhindern kann man es nicht.
Zweite Grenze: Die Systeme unterscheiden sich stark. Was in einem Modell funktioniert kann im nächsten wirkungslos bleiben. Wir arbeiten deshalb nicht für ein einzelnes Produkt, sondern an der öffentlichen Faktenlage. Das wirkt breiter und überlebt auch den nächsten Anbieterwechsel.
Dritte Grenze: Geduld. Zwischen Korrektur und sichtbarer Wirkung liegen je nach System Wochen bis Monate. Wer hier feste Termine zusagt, kennt die Technik nicht oder nimmt es mit der Wahrheit nicht genau.
Keine Zusage auf Nennungen
Wir versprechen nicht, dass ein bestimmtes Modell Ihr Unternehmen künftig empfiehlt. Wir sorgen dafür, dass die verfügbaren Informationen stimmen, zusammenpassen und auffindbar sind. Was ein System daraus macht entscheidet es selbst.
Wir arbeiten mit einer festen Fragenliste, die gemeinsam mit Ihnen entsteht. Darin stehen Fragen nach dem Unternehmen selbst, nach Ihren Leistungen und nach Empfehlungen in Ihrem Markt. Dieselben Fragen werden in festem Abstand gestellt und die Antworten wörtlich festgehalten. Bewertet wird nicht der einzelne Durchlauf sondern der Verlauf.
Diese Dokumentation ist gleichzeitig ein gutes Werkzeug für interne Diskussionen. Sie zeigt schwarz auf weiß, wie ein Außenstehender das Unternehmen wahrnimmt, und das deckt erstaunlich oft Lücken auf die mit Technik gar nichts zu tun haben. Wie wir das in den laufenden Ablauf einbauen steht unter Ablauf und Methode.
Die erste Messung ist Teil der Bestandsaufnahme und zeigt schnell, ob hier Handlungsbedarf besteht.
Zur BestandsaufnahmeNicht direkt. Es gibt keinen Zugang, über den Unternehmen Informationen in ein Modell einspeisen könnten. Beeinflussen lässt sich nur die Grundlage: was öffentlich über ein Unternehmen steht, wie einheitlich es beschrieben wird und wie gut es auffindbar ist. Alles andere wäre Verkaufsgerede.
Zuerst die Quelle suchen. Meistens stammt die Angabe aus einem alten Verzeichnis, einer überholten Pressemeldung oder aus der eigenen Website. Diese Quelle wird korrigiert, danach hilft Geduld. Bei Systemen mit Live-Abruf geht es schneller, bei reinen Trainingsdaten kann es bis zur nächsten Modellversion dauern.
Systeme mit Live-Abruf reagieren oft innerhalb weniger Wochen. Wo Trainingsdaten die Grundlage bilden dauert es Monate, manchmal länger. Ein festes Datum kann niemand nennen, und wer es nennt rät.
Über eine feste Liste von Fragen, die regelmäßig in mehreren Systemen gestellt und dokumentiert wird. Das ergibt ein Trendbild über Monate. Eine exakte Kennzahl wie eine Ranking-Position gibt es hier nicht, und man sollte skeptisch werden wenn jemand eine anbietet.
Es gibt eine Überschneidung, weil externe Erwähnungen eine Rolle spielen. Der Unterschied liegt im Ziel. PR will Aufmerksamkeit bei Menschen, hier geht es um eindeutige, maschinell verwertbare Informationen. Ein gut gemachter Fachbeitrag erfüllt beides gleichzeitig.
Meistens nicht. Der größte Teil besteht aus Aufräumen und Vereinheitlichen und läuft im Rahmen von Suchmaschinenarbeit und Inhalten ohnehin mit. Ein eigener Posten lohnt sich erst, wenn regelmäßige Beobachtung und Berichte dazukommen sollen.
Zwanzig Fragen, mehrere Systeme, eine Übersicht mit den Antworten im Wortlaut. Danach wissen Sie, ob hier gerade Handlungsbedarf besteht oder ob andere Themen wichtiger sind.